Geistliche Impulse für die Fastenzeit 2007
in der Kapelle des Berthier-Hauses,
Bahnstraße 32, Mainz – Bretzenheim.

Am ersten Fastensonntag, 25. Februar 2007 um 17:00 Uhr
„Quelle meiner Hoffnung“
Gestaltet von der Gruppe „ZWISCHENKLÄNGE“
An den Montagen in der Fastenzeit
18:10 Uhr Statio: Ein geistlicher Impuls für die Woche Meditationen zu Kreuzesdarstellungen und Bildern aus Mainz, anschließend: 18:30 Uhr Eucharistiefeier
Montag, 26. Februar 2007
Meditation über das Kreuz in der Kirche St. Quintin:
„Der liebevolle Blick unseres Heilandes“
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| Impuls zur Meditation
Während die Weihnachtskrippen nach dem 2. Februar (dem Fest der Darstellung des Herrn) in unseren Kirchen wieder abgebaut werden, bleiben die Kreuze hängen. Wenn das Alltagsleben sich fortsetzt , wenn Fastnacht gefeiert wird, bleiben die Kreuze hängen. Sie sind ein stilles fortwährendes Zeichen unseres Glaubens und unseres Lebens, es gibt sie in allen christlichen Kirchen dieser Erde. Das Kreuz in der Kapelle der Kirche St. Quintin, das Sie auf diesem Zettel abgebildet sehen, ist ein ganz besonderes Kreuz. Der Corpus stammt aus der Zeit der Gotik, um 1400 herum wurde es gefertigt. Das Besondere daran ist das Gesicht Christi, sein Antlitz, wie man früher sagte. Was daran auffällt, ist der Gesichtsausdruck, sein Lächeln. Dieses Kreuz zeigt einen lächelnden Jesus. Ich habe zwar schon lächelnde Mariendarstellungen gesehen, aber noch nie einen lächelnden Christus am Kreuz, einen lächelnden Christus, der mit dem schweren Kreuz einen unvorstellbare schweren und schmerzlichen Weg geht.
Nehmen wir uns einen Augenblick Zeit, um dieses Gesicht mit seinem Lächeln näher anzuschauen. Es ist kein überhebliches, kein triumphierendes Lachen, es ist ein mildes, sanftes, freundliches Lächeln. Es ist ein Blick, in dem sich das tiefere Verstehen und Wissen um die Zusammenhänge zwischen Leid und Leben, zwischen göttlichem und menschlichem Geschehen wider spiegelt. Dazu passt ein Wort aus der Heiligen Schrift, aus dem Titusbrief, das wir am ersten Weihnachtstag im Gottesdienst hören: „Erschienen ist uns die Güte und Menschen-freundlichkeit Gottes, unseres Retters ...“
In Jesus, dem Sohn Gottes, ist das Wesen Gottes offenbar geworden, sein Innerstes. Und dieses Wesen Gottes ist Liebe, Güte und Menschenfreundlichkeit. Das Lächeln ist Ausdruck dieser Liebe zu uns Menschen. Dieser Liebe ist er treu geblieben, bis in den Tod.Dieses Lächeln erinnert mich auch an ein Wort, das mir vor Jahren von einer alten Dame aus unserer Nachbarschaft kurz vor ihrem Tod geschenkt wurde, die ich gerne regelmäßig besucht habe: „Ohne Liebe wäre das Kreuz zu schwer, ohne Kreuz wäre die Liebe leer.“
Ich möchte Sie einladen, das Bild in dieser ersten Woche der Fastenzeit immer wieder einmal in die Hand zu nehmen und zu betrachten. Es tut gut, sich von Jesus so anschauen zu lassen! Dabei können wir unter diesem gütigen verstehenden Blick all dem nachspüren, was in unserem eigenen Leben leidvoll oder schmerzlich ist, was wir selbst an Belastung tragen und nicht abwerfen können. Es liegt ein stiller verborgener Sinn darin, auch wenn wir das nicht so leicht erkennen können.
Wir können – mit diesem Bild in der Hand – die Hoffnung auf Erlösung und Heilwerden für unser persönliches Leben und das unserer Nächsten neu in uns stärken lassen. Denn Jesus hat uns durch sein Leben und Sterben und durch seine Auferstehung diese realistische Verheißung geschenkt und uns Anteil daran gegeben – schon jetzt.
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Montag, 5. März 2007
Meditation über das wundertätige Kreus aus dem Heilig-Geist-Stift
"Christus am Kreuz - ein Zufluchtsort"
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Impuls zur Meditation
Das Kreuz, das wir heute Abend betrachten wollen, ist uns überliefert als „wundertätiges Kreuz aus dem Heilig-Kreuz-Stift“. Seine Geschichte ist ungewöhnlich und sehr bewegt. Sie ist bis ins 15. Jahrhundert zurück gut dokumentiert und eng verbunden mit der wechselvollen Geschichte der Stadt Mainz und des Landes.
Die Bevölkerung hat dieses Kreuz Jahrhunderte lang sehr verehrt. Sein Platz war im Heilig-Kreuz-Stift, einer Kirche, die auf freiem Feld draußen vor der Stadt lag, auf einer Anhöhe zwischen Weisenau und Hechtsheim. Sooft Stadt und Land in Bedrängnis kamen, flüchteten die Menschen fürbittend zum Heiligen Kreuz. So wurde im Jahr 1741, als eine große Dürre die Gegend heimsuchte, unter der Leitung der Dominikaner eine Wallfahrt nach Heilig-Kreuz unternommen, ebenso im Dürrejahr 1751. In schweren Krankheiten suchte man Zuflucht bei diesem Gnadenbild, besonders bei Fieberkrankheiten.
Das Kreuzstift wurde im Laufe der Geschichte wiederholt von feindlichen Truppen eingenommen und bei Belagerungen der Stadt zum Stützpunkt gemacht. Jedes Mal wurde das wundertätige Kreuz rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Im 16. Jahrhundert waren es Truppen des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Culmbach, die das Kreuzstift in Brand steckten. Die Kreuzherren flüchteten mit diesem Kreuz zunächst nach St. Ignaz und später in die Heiliggeistkirche. Erst Jahre später wurde die Kirche wieder hergerichtet und das wundertätige Kreuz zurück gebracht. Das gleiche geschah, als der Schwedenkönig Gustav Adolf im Jahr 1631 von Oppenheim her kommend beim Kreuzstift sein Lager aufschlug und diese Kirche sogar zu einer Festung um- und ausbaute. Wieder wurde das Kreuz in die Stadt hinein gebracht, diesmal in die Pfarrkirche St. Christoph, die nach dem 2. Weltkrieg bewusst als Ruinenkirche in der Innenstadt erhalten wurde. Und als sich die Auswirkungen der Französischen Revolution um 1790 in Mainz zeigten, brachten die Mainzer ihren kostbaren Schatz erneut nach St. Christoph. Das Heiligkreuzstift wurde schließlich 1893 nieder gebrannt und nicht mehr aufgebaut. Das Kreuz konnte gerettet werden.
Vom seligen Peter Faber, der als erster Jesuit hier in Mainz gewirkt hat, wissen wir, dass er gerne nach Heiligkreuz hinauspilgerte und dass ihn der Anblick dieses Kreuzes „sehr ergriff und zur Andacht stimmte“. Es gibt ein Büchlein aus dem Jahr 1763, das eigens zu diesem Kreuz verfasst wurde. Es heißt darin, dass die Prozessionen dorthin besonders in der Fastenzeit geschehen sollten „zur dankbaren Verehrung des für uns erlittenen Kreuzestodes unseres lieben Herrn und Heilandes Jesu Christi , wie auch um Abwendung böser Krankheiten, schädlicher Ungewitter, Kriegsempörungen und um Erlangung der Früchte der Erde.“
Was kann uns das Bild dieses Kreuzes und seine Geschichte sagen? Ist es ein Bild, das mich anspricht? Zwei Gesichtspunkte haben mich daran beschäftigt: - 1. das Kreuz als Zufluchtsort - 2. das Kreuz als Ort dankbarer Verehrung.
1. Ein Kreuz, das uns besonders anrührt, kann zu einem Zufluchtsort werden für unsere eigenen Nöte und für die Nöte der Zeit, die uns zu schaffen machen. Wir können dort Fürbitte halten und die Nähe Jesu erfahren. Wir können Zwiesprache halten mit dem, der jede Menschennot bewusst angenommen und getragen hat. Hier können wir Trost und Hilfe erfahren. Dies gilt besonders für Zeiten der eigenen Belastung oder Verletzung, die ich selbst nicht ändern oder abwerfen kann.
2. Was mich daran bewegt, ist die Darstellung der Verwundung Jesu, besonders augenfällig z.B. an der Darstellung der Herzwunde. Das Kreuz lädt ein, das Herzstück unseres Glaubens zu vergegenwärtigen und dankbar zu ehren: Jesus hat uns durch seine Verwundung hindurch, durch seinen Kreuzestod Anteil an Heil und Erlösung geschenkt und den Weg zum himmlischen Vater frei gemacht für uns und für alle Menschen. Das ist der tiefere Lebenszusammenhang, in den auch jeder und jede von uns hineingestellt ist. Heute befindet sich dieses wundertätige Kreuz in der Schwesternkapelle des Priesterseminars. Es lohnt sich, einmal bei einem Stadtbesuch dort zu verweilen. Die Kapelle ist jedoch nicht von der Straße her zugänglich. Man muss an der Pforte des Priesterseminars nachfragen.
(Elisabeth Schmidt / P. Egon Färber)
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Montag, 12. März 2007
Meditation über das Udenheimer Kreuz in der Gotthardskapelle
„Hingabe – Liebendes Sich-schenken“
Meditation über das Udenheimer Kreuz in der Gotthardskapelle
„Hingabe – Liebendes Sich-schenken“
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Impuls zur Meditation:
Der Mainzer Dom verfügt über sehr alte Kreuzdarstellungen von hohem künstlerischem Wert. Eines der vielleicht ältesten Kunstdenkmäler im Mainzer Dom ist der Udenheimer Kruzifixus in der Gotthard-Kapelle, die als Sakramentskapelle für die stille Anbetung reserviert ist. Dieses Kreuz gehört nicht zum ursprünglichen Bestand des Domes, sondern wurde erst im Jahr 1962 im rheinhessischen Udenheim angekauft.
Das monumentale Bildwerk zeigt den Gekreuzigten mit weit geöffneten Augen, einem nur leicht geneigten Haupt und einem kräftigen Körper mit dickem, stoffreichen Lendentuch. Die Datierung des Kruzifixes ist derzeit umstritten. Einem Vorschlag zufolge wäre das Werk bereits in das 8. Jahrhundert, in die Zeit des heiligen Bonifatius, zu datieren. Andere Vorschläge plädieren aufgrund stilistischer Vergleiche für eine Entstehungszeit um 1070 oder 1140.
Um diese Zeit haben die Darstellungen Christi am Kreuz einen starken symbolischen Charakter. In den Figuren der frühromanischen Zeit ist eine archaische Strenge wirksam. Christus am Kreuz wird in einer beeindruckenden strengen und feierlichen Monumentalität dargestellt. Christus erscheint nicht als der am Kreuz hängende, leidende, dornengekrönte Gottessohn, sondern – in einem geänderten Verständnis – als der erhabene Erlöser der Menschen, der aufgerichtet am Kreuz steht. Das Fehlen von allem, was an Blut und Wunden erinnern könnte, und der ruhige Blick des Gekreuzigten zeigen deutlich, dass der Künstler die Liebe und die Größe des Erlösers mehr als seine Leiden herausstellen wollte. Wo Christus eine Krone trägt, ist es die Krone des sieghaften Königs. Er ist nicht der zu Tode gequälte Heiland, sondern der gekreuzigte Christus, der den Tod besiegt. Dieser Gedanke steht in einer langen Tradition; denn in der Frühzeit des Christentums sahen die Gläubigen im Kreuz vor allem die Theophanie, die Erscheinung Gottes. Sie ließen daher die brutalen und blutigen Szenen der Passion außer Acht. Diese Sicht ist bis heute in den Ikonen vom heiligen Kreuz in den Kirchen des Ostens lebendig geblieben. Man wollte auch im Kreuzesgeschehen die menschliche und die göttliche Natur unseres Herrn symbolisch darstellen: Christus als das menschgewordene ewige Wort Gottes. Dadurch sollte zum Ausdruck kommen: Am Kreuz ist der Herr als Mensch tot, doch er lebt als Gott. Aus diesem Grund erscheint bisweilen auch bei uns im christlichen Abendland Christus am Kreuz mit geöffneten Augen; denn – so war die Deutung – „die Augen dessen, der das Leben ist, schließen sich nie“. Ganz anders war dagegen die Aussageabsicht des wundertätigen Kreuzes aus dem Heilig-Kreuz-Stift, das wir letzte Woche betrachtet haben: Christus erscheint dort in seinem Leid, in der Verwundung, in der Not, die besonders augenfällig bei der Herzwunde zum Ausdruck kommt. Die geöffneten Augen bei der Kreuzesdarstellung in der Gotthard-Kapelle des Mainzer Domes können wir als ein Zeichen dafür sehen, dass Christus, der Herr, bewusst in den Willen des Vaters hineingegangen ist. Auf dem Berg Tabor war ihm der Wille Gottes über seinen bevorstehenden Tod offenbart worden; denn es heißt bei Lukas (Lk 9, 30-31): „Da erschienen Mose und Elija und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.“ Christus sieht dem mit offenen Augen entgegen. Er gibt sich bewusst in den Willen des Vaters – zu unserem Heil. Die ausgebreiteten Arme sind – nach den Worten des Cyrill von Jerusalem (313-387) – ein Symbol dafür, „dass Gott am Kreuz seine Arme und Hände ausgebreitet hat, um die Grenzen des Weltalls zu umarmen.“
Für mein Empfinden spiegelt sich im Udenheimer Kreuz das wieder, was der Prophet Jesaja im ersten Lied vom Gottesknecht über den Messias vorausgesagt hat:
„So spricht Gott, der Herr: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht... Auf sein Gesetz warten die Inseln.“ (Jes 42, 5a ff)
So ist dieses Kreuz in der Sakramentskapelle des Mainzer Domes ein sprechendes Zeichen der liebenden Hingabe und der erbarmenden Liebe Gottes. Es ist den ganzen Tag zugänglich, sofern nicht gerade ein Gottesdienst in der Gotthard-Kapelle stattfindet. Dieses Kreuz lädt uns ein zum stillen, dankbaren Verweilen vor Gott, vor dem großen Geheimnis unserer Erlösung.
(P. Egon Färber)
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Montag, 19. März 2007, Hochfest des Heiligen Josef
Meditation zu einem Josefs-Bild im Dom zu Mainz
„Der Lebensweg Josefs von Nazaret: Durchkreuzt
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Die Flucht der Hl. Familie nach Ägypten - Impuls zur Meditation
Heute Abend ist es nicht eine Kreuzesdarstellung, die wir betrachten werden, sondern eine bildliche Darstellung aus dem Leben des Hl. Josef, dessen Fest wir heute feiern. Sie gehört zu einem Bilderzyklus mit Szenen aus dem Leben Jesu, den der Künstler Philipp Veit mit 70 Jahren entworfen hat und der seine letzte künstlerische Arbeit darstellt. Die Umsetzung seiner Ideen und Entwürfe musste Philipp Veit allerdings zum Teil seinen Schülern und Mitarbeitern überlassen. Diese führten alle Arbeiten auf Goldgrund aus, jedes Bild auf einer Fläche von 3 mal 4 Metern. Der vollständige Zyklus befindet sich im Mainzer Dom, im oberen Teil des Langschiffes, in den sogenannten Blendbögen. Im Jahr 1860 wurde unter Bischof Wilhelm Emmanuel Ketteler eine große Domrenovierung geplant und beschlossen. Dabei gab es viel Diskussion um die Ausschmückung des Langhauses im Dom, bis schließlich die Vorschläge des Künstlers Philipp Veit angenommen wurden. Er gehörte zur Gruppe der sog. „Nazarener“, die in ihrer Kunstauffassung und in ihrem künstlerischen Wert umstritten waren. Darin lag einer der Gründe für die langwierige Debatte. Hauptziel der Künstlergruppe der „Nazarener“ war es, religiöse Gedanken und biblische Inhalte so darzustellen, dass das Übernatürliche daran erkennbar werde. Nach ihrer Auffassung sollte die Kunst die großen Mysterien in wenigen einfachen Zügen darstellen. Philipp Veit schrieb damals an Bischof Ketteler: „...ich hoffe fest, wenn wir längst Asche sind, werden die Bilder noch immer einem oder dem anderen einen guten Gedanken erwecken...“ Welche Gedanken möchte der Künstler wohl vermitteln? Unter dem Bild mit dem Hl. Josef sind folgende lateinische Worte zu lesen: „Anima nostra erepta est.“, das heißt übersetzt: „Unsere Seele ist gerettet.“ Es sind Worte aus Psalm 124, Vers 7: „Unsere Seele ist entkommen, wie ein Vogel aus der Schlinge des Jägers. Zerrissen ist die Schlinge, und wir sind frei.“
Diese Worte geben uns einen Hinweis auf den Inhalt und die Botschaft des Bildes. Wir sehen als erstes, dass hier die Flucht der Hl. Familie nach Ägypten dargestellt wird, so wie sie uns bei Matthäus berichtet wird: In der Mitte des Bildes die Gestalt Josefs auf einem Weg, hinter ihm Maria mit dem Kind. Über Maria ist die Andeutung eines dunklen Durchgangs zu sehen, zeichenhaft für das grauenvolle Ereignis, dem sie entronnen sind. Ein Engel zieht vor Josef her und dort vor ihnen über den Pyramiden steigt helles Licht auf. Josef wirkt erschrocken, fragend, nachdenklich.
Der Inhalt des Bildes ist also der gute Ausgang der dramatischen Flucht nach Ägypten, das Aufatmen der Seele, die der Schlinge des Jägers entkommen ist. Diese Situation steht beispielhaft für die ganze christliche Existenz: Gott hat uns durch das Leben und die Botschaft seines Sohnes Jesus Christus auf einen neuen Weg gerufen in seinem Reich, uns schon jetzt frei gekauft und aus der Gefangenschaft in die Freiheit der Kinder Gottes geführt. Gott hat uns schon jetzt aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen, wie es Paulus sagt. Und doch komme ich persönlich so schnell nicht mit, wenn hier vom guten Ausgang der Flucht nach Ägypten die Rede ist. Ich frage mich: Wie mag Josef selbst die Ereignisse damals erlebt haben? Wie konnte er mit all den widersprüchlichen Ereignissen fertig werden? Schließlich hat es durch die Soldaten des Herodes ein massenhaftes Kindermorden gegeben aus Angst vor dem neugeborenen König der Juden. Josef musste mit seiner Familie fliehen, denn das Leben des Neugeborenen war bedroht. Über diesem Kind waren so großartige Verheißungen waren ausgesprochen worden, aber wie ganz anders sah die Realität aus?
Eine Annäherung an diese Fragen finde ich bei dem Jesuitenpater Alfred Delp, der sich in einer Zeit eigener Bedrohung im Jahr 1943 mit dem Leben und Glauben des Hl. Josef beschäftigt hat. Für ihn ist Josef vor allem ein Mann, dessen Lebensweg und Lebenspläne immer wieder von Gott durchkreuzt wurden. Er schreibt dazu: „Josef ist der Mann am Rande, im Schatten. Der Mann der schweigenden Hilfestellung und Hilfeleistung ... Der Mann, in dessen Leben Gott dauernd eingreift mit neuen Weisungen und Sendungen. Die eigenen Pläne werden stillschweigend überholt. Er ist der Mann, der sich eine bergende Häuslichkeit bereiten wollte, der aber geschickt wurde in die Ungeborgenheit des Zweifels, des belasteten Gemüts, der windoffenen Straßen..., des unwirtlichen fremden Landes. Und er ist der Mann, der ging.“ Josefs Lebenswunsch bestand vermutlich einfach darin, sich als Handwerker eine Existenz aufzubauen, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Doch dann geschieht Unverständliches. Es treffen ihn Ereignisse und Weisungen, die er nur annehmen oder ablehnen, aber nicht wirklich verstehen kann. Zum Beispiel die Weisung, Maria zu sich zu nehmen, die ein Kind erwartete durch das Wirken der Heiligen Geistes. Josef wurde viel zugemutet. Auch heute wird das Leben vieler Familienväter und –mütter durchkreuzt durch immer neue Herausforderungen und unerwartete Lebensschicksale.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass es in keiner Generation so heikel und kompliziert war, Ehe und Familie zu leben und junge Menschen zu erziehen und auf den rechten Weg zu bringen wie in der gegenwärtigen. Was an Josef beeindruckt, ist für mich vor allem die Haltung des Gottvertrauens in Geduld. Er war bereit von Gott anzunehmen, was das Leben ihm zumutete. Und das ist Josefs Botschaft an uns, so Pater Delp: die schweigende Bereitschaft vor Gott, die „wahrer und wirklicher und freier macht.“ Eine solche Haltung der gläubigen Bereitschaft und der inneren Kraft, die Spannungen auszuhalten, kommt nicht von selbst. Sie wächst allmählich durch ehrliches geduldiges Ringen und durch die Hilfe Gottes, oftmals durch harte Erfahrungen hindurch Auch in unserer Zeit werden das Vertrauen auf Gottes Führung und das geduldige Durchhalten oft herausgefordert und auf die Probe gestellt. Der heilige Franz von Sales schrieb zu seiner Zeit an einen Mann, dessen Leben ebenfalls von harten Ereignissen durchkreuzt war, ein Wort der Ermutigung zum Gottvertrauen: „Begegne den Wechselfällen des Lebens nicht mit Furcht, sondern mit der starken Hoffnung, dass du in Gott, dem du zu eigen bist, frei sein wirst. Ist er doch bis heute dein starker Hort gewesen. ... Ergreife nur fest und sicher seine führende Hand und er wird bei dir sein in Licht und Dunkel. Denke nicht ängstlich an das, was morgen dich treffen kann. Derselbe ewige Vater, der heute für dich sorgt, wird auch morgen für dich sorgen. Bleibe im Frieden. Sprich zu deinem Herrn: Mein Gott bist du, ich baue auf dich. Du bist bei mir – ja in mir bist du – und ich in dir.“ Das ist eine Weisung, die mir helfen kann in schwierigen Zeiten. Werfen wir einen Blick zurück auf die Worte, die der Künstler an Bischof Ketteler schrieb: „... Ich hoffe fest, wenn wir längst Asche sind, werden die Bilder noch immer dem einen oder anderen einen guten Gedanken erwecken ...“ Diese Hoffnung des Künstlers hat sich – so denke ich – vielfach erfüllt, denn dieser schildert hier biblische Geschichte, die uns hilft unsere Lebenswirklichkeit im Licht des Glaubens tiefer zu verstehen. Elisabeth Schmidt
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Montag, 26. März 2007, Hochfest Verkündigung des Herrn
Meditation über eine Ikone von der Immerwährenden Hilfe im Mainzer Dom
„Das Erschrecken vor dem Kreuz“
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Die Ikone „Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ oder „Gottesmutter der Passion“ - Impuls zur Meditation
Seit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erlangt auf der Insel Kreta eine bestimmte Darstellung der Gottesmutter mit dem Kind auf dem Arm eine große Verbreitung. Die griechischen Buchstaben auf dem Bild geben abgekürzt die Namen der dargestellten Personen an: Jesus Christus, Mutter Gottes, Erzengel Gabriel (rechts) und Erzengel Michael (links). Es ist eine Ikone mit einer tiefen Symbolik.
Die Darstellungsweise dieser Ikone ist der Ostkirche entlehnt. Die dort weit verbreitete Ikone der Hodegetria = Wegweiserin ist hier verschmolzen mit der sogenannten Strastnaja = Muttergottes vom Leiden. In der römisch-katholischen Kirche wird diese Ikone unter dem Titel Mater de perpetuo succursu = Mutter von der immerwährenden Hilfe verehrt.
Den Namen Passionsmadonna hat sie erhalten, weil sich der Sohn auf Mariens Arm, Christus, angstvoll zum Erzengel Gabriel umwendet, der ihm das Kreuz entgegenhält. Von der anderen Seite naht sich der Erzengel Michael mit den Passionszeichen Lanze und Ysopstab. Das Kind erschrickt beim Anblick dieser Vor-Zeichen des Todes und klammert sich ängstlich an die Hand der Mutter. Dabei fällt ihm vor Schreck die Sandale vom Fuß.
Unterhalb des Erzengels Gabriel, der das Kreuz hinhält, stand ursprünglich eine vier-zeilige Inschrift, die, wahrscheinlich wie bei anderen Ikonen der Gottesmutter der Passion, lautete: „Der einst der Allerreinsten Gottesmutter Freude verkündete [gemeint ist der Erzengel Gabriel], zeigt nun die künftigen Zeichen der Passion. Christus als sterblicher Mensch ängstigt sich bei diesem Anblick; er erschrickt vor den Zeichen des Todes.“
Diese Ikone ist eines der meistverehrten Gnadenbilder in der römisch-katholischen Kirche. Das Original befindet sich in der Redemptoristenkirche San Alfonso auf dem Esquilin in Rom.
Nach volkstümlicher Überlieferung soll ein Händler das Bild um 1480 auf der Insel Kreta gestohlen und nach Rom mitgebracht haben. Kurz vor seinem Tod habe er die Ikone einem Freund anvertraut, damit er sie in eine der Kirchen der Stadt Rom bringe. So soll das Bild am 27. März 1499 in die kleine Kirche „San Matteo“, die zwischen der Lateran-Basilika und Maria Maggiore lag, gekommen sein.
Durch drei Jahrhunderte hindurch genoss das Bild dort eine große Verehrung, bis das Kirchlein San Matteo während der napoleonischen Kriegswirren im Jahre 1798 zerstört wurde. Das Bild aber wurde gerettet und in die Kirche Santa Maria in Postèrula übertragen. Dort fand es kaum Beachtung, bis dass sich Mitglieder des Ordens der Redemptoristen für dieses altehrwürdige Bild zu interessieren begannen. Das war in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Redemptoristenpater Michele Marchi erinnerte sich, als kleiner Messdiener dieses Bild in einer Seitenkapelle von Santa Maria in Postèrula gesehen zu haben. Schließlich erreichten es die Redemptoristen, dass Papst Pius IX. ihnen das Bild im Jahr 1866 für ihre neu erbaute Kirche Sant’ Alfonso, nicht weit von der Basilica Santa Maria Maggiore, anvertraute. Das Bild wurde dann im folgenden Jahr in feierlicher Prozession dorthin übertragen und wurde hier am 23.06.1867 feierlich gekrönt. Im Jahr 1876 wurde ein Fest zu Ehren der Gottesmutter Maria, der Immerwährenden Hilfe, in den liturgischen Kalender aufgenommen. Der Festtag wurde auf den 27. Juni oder letzten Sonntag im Juni festgelegt. Das Fest erhielt eigene liturgische Texte für die Eucharistiefeier und für das Stundengebet.
Eine Kopie des Gnadenbildes brachte Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler im Jahr 1870 von einer Romreise mit nach Mainz und stiftete es dem Dom. Nach der Restaurierung der Gotthardkapelle kam es am 1. April 1964 in die nördliche Nebenapsis, wo es heute noch seinen Platz hat.
Es wurde schon gesagt: Die Ikone von der Immerwährenden Hilfe gehört zum Typus der Wegweiserin und der Passionsmadonna und stellt Maria mit ihrem Sohn zwischen zwei Engeln dar, welche die Leidenswerkzeuge hinhalten. Sehr deutlich kommt das Erschrecken des Gottessohnes vor dem Kreuz zum Ausdruck. Zugleich wird durch den Goldhintergrund der Ikone der Sieg Christi über Leiden und Tod symbolisiert. So wird auf dieser Ikone das Unvergängliche, die Welt Gottes, ebenso wie das Menschliche, das Erschrecken vor Leid und Tod, dargestellt. In der Aussage dieser Ikone berühren sich sozusagen Himmel und Erde. Das geschieht letztlich in der Person Christi, dem Mittler des Heiles. Man kann daher zu Recht sagen, dass das Hauptthema der Ikone das Pascha-Mysterium ist: Der Tod und die Auferstehung unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.
Der Mittelpunkt des Bildes ist da, wo die Hände des Kindes die Hand der Mutter umklammern. Da kommt die Wirklichkeit des Mensch-Seins unseres Erlösers zum Ausdruck. Die rechte Hand Marias, die dem Kind einen sicheren Halt bietet, ist zugleich ein deutlicher Hinweis-Gestes zu Christus hin, den Sohn Gottes. So ist Maria dargestellt als die Mutter des Leidens und als die Weg-Weisende, die auf den Erlöser hindeutet, auf IHN, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist (Joh 14,6). Auf dieser Ikone schaut Maria nicht auf das Kind auf ihrem Arm, sondern blickt zum Betrachter der Ikone hin, so als ob sie sagen möchte: ‚Wie mein Sohn vor dem Willen Gottes erschrickt, so darfst auch du beim Anblick des Schweren, das du zu tragen hast, erschrecken. Und wie das Kind auf meinem Arm sich an mir festhält, so darfst auch du beim Anblick des Kreuzes zu mir kommen, um bei mir Hilfe und Trost zu suchen.’
Der Stern auf der Stirn Marias weist schließlich auf die Rolle hin, die sie im Heilsplan Gottes hat: Sie, die Mutter des Erlösers, ist für uns wie ein Morgenstern, der nach einer dunklen Nacht einen neuen Tag ankündigt. Sie ist Wegweiserin zu Christus, ist unsere himmlische Mutter, die Mutter der IMMERWÄHRENDEN HILFE. Fragen zur Besinnung: Wir können in Stille das Bild betrachten und uns fragen: • Was spricht mich besonders an? Was sagt mir dieses Bild? • Kenne ich das: Angst vor dem Leid, das Erschrecken vor dem Kreuz? • Bin ich mir bewusst, dass Maria eine mütterliche Helferin ist, die unsere Sorgen und Ängste versteht? (Egon Färber MSF)
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Montag, 2. April 2007
Meditation zum Kreuz vom Mainzer Katholikentag 1998
„Gebt Zeugnis von eurer Hoffnung“
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„Im Kreuz ist Hoffnung“ Die drei Meter hohe Bronzefigur „Christus“ von Karlheinz Oswald wurde anlässlich des 93. Deutschen Katholikentages geschaffen, der im Jahr 1998 in Mainz stattfand und unter dem Leitmotiv stand: „Gebt Zeugnis von eurer Hoffnung.“ Dieses Wort ist dem ersten Petrusbrief (1 Petr 3,15) entlehnt.
Das Kreuz, von dem wir eine Abbildung vor uns sehen und das sich heute im Nordschiff des Mainzer Domes befindet, will ein Symbol christlicher Hoffnung sein und sagen: Im Kreuz ist Hoffnung. Es ist bedeutungsvoll, was im Jahr 1998, als das Kreuz entstand, bei den Ansprachen und Gebeten und Meditationen des Katholikentages zum Thema Hoffnung gesagt wurde, nämlich:
• Unsere Zeit braucht Hoffnung. Der übliche Optimismus, der oft so leichthin zum Trost gesagt wird, trägt nicht. Eine Hoffnung aber, die aus der Glaubenserfahrung kommt und Enttäuschungen getragen und durchlitten hat, ist tragfähig. Eine Hoffnung, die auf Gott gründet, bietet Halt auch im Leiden und Sterben. Die christliche Hoffnung hat weite Flügel.
• Das Kommen der Hoffnung ist kein Ereignis, das wie Schnee vom Himmel fällt oder einfach bestellt werden kann. Die Hoffnung ist eine Tugend, die eingeübt werden will wie die Tugend des Glaubens und der Liebe. Wir müssen die Tugend der Hoffnung pflegen.
• Die Hoffnung braucht Zeugen, braucht Menschen, die mit ihrer Existenz für sie eintreten. Deshalb die Aufforderung der Heiligen Schrift, im ersten Petrusbrief: „Gebt Zeugnis von eurer Hoffnung.“ Zeugenschaft kommt durch persönlichen Einsatz und Glaubwürdigkeit zustande. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die selige Mutter Teresa von Kalkutta, die den Ärmsten, den Verlassendsten, den Sterbenden Hoffnung schenkte, eine Hoffnung aus dem Glauben und aus der Liebe.
• Der Zeuge der Hoffnung ist immer auch Zeuge für die Wahrheit und für die Gerechtigkeit. Das kann unangenehm sein und anecken; denn er rührt an das Gewissen und tritt unerschrocken für Gerechtigkeit und Wahrheit ein. Es hat zu allen Zeiten solche Zeugen der Hoffnung gegeben. Wir denken vor allem an die Blutzeugen, an die Märtyrer der Liebe.
• Der wahre Zeuge / die wahre Zeugin christlicher Hoffnung ist bei allem Einsatz nie fanatisch; denn die christliche Hoffnung wächst aus dem Vertrauen auf Gott und wird vom Gebet genährt. Dieser Glaube bewahrt vor Fanatismus und vor Gleichgültigkeit. In einer Erklärung des Katholikentages 1998 wurde gesagt: „In einer Zeit, die durch Verirrungen ebenso gekennzeichnet ist wie durch die Erwartung des Heils, haben die Christinnen und Christen die Aufgabe, Zeugen der Hoffnung auf dem Weg durch die Zeit zu sein.“
• Unsere Hoffnung hat einen Namen: Jesus Christus! ER ist der treue Zeuge Gottes. Die Hoffnung des Christen steht und fällt mit dem Glauben an Jesus Christus selbst. Der Apostel Paulus spricht in seinem Brief an die Römer von dieser Hoffnung, indem er sagt: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist (Röm 5,5). Im 15. Kapitel desselben Briefes nennt Paulus Gott den „Gott der Hoffnung“ (Röm 15,13) und erklärt schließlich: „… Wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung... Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld“ (Röm 8,24).
Das Kreuz, das wir vor uns sehen, will von dieser Hoffnung sprechen. Da steht zwar der mächtige Pfahl des Kreuzes. Doch Christus, der Erlöser, hat sich vom Pfahl des irdischen Todes erhoben und ist erhöht zur Rechten des Vaters. Im Kreuz ist Hoffnung! In Jesus, dem Auferstandenen, bewahrheitet sich die Urahnung, die Urhoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass das Gute bleibt und das Böse besiegt werden wird. Aus dieser Erfahrung schreibt Paulus im Römerbrief (Röm 12,12): „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet.“ Das will dieses Kreuz im Mainzer Dom in der Sprache unserer Zeit zum Ausdruck bringen: „Im Kreuz ist Hoffnung.“
Dieses Kreuz lädt uns schon heute ein, unseren Blick auf Ostern zu richten; denn es erinnert an das Pascha, an die „Erhöhung des Herrn“. Wenn in der Osternacht das Feuer entzündet und die Osterkerze geweiht wird, betet die Kirche in froher Hoffnung und Zuversicht: Christus, gestern und heute. Anfang und Ende, Alpha und Omega. Sein ist die Zeit und die Ewigkeit. Sein ist die Macht und die Herrlichkeit. Durch seine heiligen Wunden, die leuchten in Herrlichkeit, behüte und bewahre uns Christus, der Herr. Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen. (Egon Färber MSF)
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