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Ausstellung "YOUNG YEDI JOSEF"
in der Klosterkirche des Missionshauses St.-Josef Biesdorf
26. Nov. 2006 - 06. Jan. 2007
Josef, Anfang 20. gelernter Zimmermann, träumt von einer Karriere als Held. Er glaubt, dass ihn seine Abkunft aus dem „Hause Davids“, des bewunderten mächtigen Königs seines Volkes, dazu prädestiniert. In seinen kühnsten Vorstellungen sieht er sich selbst als Angehöriger des Ordens der Yedi-Ritter aus dem „Star Wars“-Mythos des gleichnamigen Filmzyklus. Doch der Traum erfüllt sich nicht. Dafür passiert Aufregenderes. Seine Freundin Maria, eine selbstbewusste junge Frau mit intellektuellen Interessen, überrascht ihn mit der Eröffnung, schwanger zu sein. Josef, in dessen Lebensplanung noch keineswegs die Verantwortung für eine Familie vorgesehen ist, trägt sich mit dem Gedanken, sich von ihr zu trennen ...
Eine bekannte Geschichte. Und doch ganz anders als gewohnt erzählt. Das Verschwinden seiner Titelfigur aus dem biblischen Bericht ermöglicht es dem Erzähler zu fragen, was wäre, wenn ... Josef beispielsweise den weiteren Weg Jesu miterlebt hätte. Aus dieser Fantasie entstammt das Schlussfoto der Ausstellung, die der Pieta nachempfundene Darstellung des trauernden Vaters mit dem toten Sohn. Die in zwölf Kapitel gegliederte Ausstellung bezieht Aspekte der modernen Film- und Medienkultur ebenso ein wie gesellschaftspolitisch relevante Themen etwas der Migration. Die künstlerische Auseinandersetzung erstreckt sich auf die biblische Vorlage und auf ikonografische Vorbilder. Die biblische Gestalt des Josef erscheit in einem neuen Licht und lädt zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung zum Thema Mannsein und Männerrolle ein.
Das Fotoprojekt „Josefs Legenden“, stellt das Leben des „Ziehvaters“ Jesu und Verlobten Marias in heutige Zusammenhänge. In einer sich über zwei Jahre erstreckenden Produktion hat Thomas Moritz Müller, in Esslingen lebender Journalist und Fotograf, die ersten Kapitel des Matthäus-Evangeliums mit Laiendarstellern in eine vielschichtige Foto-Story umgesetzt. 
Auf 108 Bild- und Texttafeln schildert die daraus erwachsene Ausstellung „Young Yedi Josef“ den Reifungsprozess eines jungen Mannes, dessen Leben anders verläuft, als er es sich je vorstellt hat. Die Ausstellung wurde erstmals auf dem 95. Deutschen Katholikentag in Ulm gezeigt. Das Missionshaus St. Josef und das St.-Josef-Gymnasium in Biesdorf wollen mit dieser Ausstellung einen neuen Zugang zu ihrem Patron vermitteln.
Öffnungszeiten der Ausstellung
Vor und nach allen Gottesdienste:
9:00 h an allen Sonntagen und Hochfesten 19:30 h an allen Montagen
20:00 h an Heiligabend und Silvester
Samstags von 9:00 – 11:30 h
Sonntags von 15:00 – 17:30 h
Für Gruppen, z.B. Schulklassen, nach Vereinbarung
Ausstellungsort:
Klosterkirche des Missionshaus St.-Josef
Klosterstraße 2a
54675 Biesdorf
Tel: 06566 / 9675-0
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Unser verstorbener Mitbruder Bischof Gerhard Goebel MSF ist am 09. November 2006 in Betzdorf bestattet worden.
Der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Anders Arborelius von Stockholm stand der Eucharistiefeier vor. Er würdigte den verstorbenen Bischof Goebel als einen „guten Freund“, der als Bischof liebevoll „Vater Bischof“ gerufen wurde und in seinem Wesen gütig gewesen sei. „Die Bevölkerung im hohen Norden, sah in ihm einen Apostel des Friedens."
Auch die Bischöfe von Trier, Trondheim, Kopenhagen und der Vertreter des Bischofs von Island waren zur Beerdigung angereist.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Karl Kardinal Lehmann danke in einem Schreiben für den verantwortungsbewussten Einsatz von Gerhard Goebel: „Ihm ist es mit zu verdanken – zusammen mit den anderen Mitbrüdern im Bischofsamt dort im Norden-, dass heute die „kleine Herde“ von Katholiken nicht nur als Sauerteig in einer geschwisterlichen ökumenischen Umwelt leben kann, sondern dass sie im partnerschaftlichen Prozess erst genommen und nicht mehr ausgegrenzt wird.“
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner schrieb: „Der verstorbene Bischof Gerhard Goebel hinterlässt im Bistum Tromsö in Nord-Norwegen eine Lücke, die schmerzlich spürbar sein wird. Umso wichtiger ist es, mit unseren Verstorbenen in einer wirklichen Verbundenheit zu leben.“
Diese Verbundenheit kam bei der Beerdigung unseres Mitbruders zum Ausdruck. Im Kreis seiner Familie, seiner Mitbrüder und Bischofskollegen und vieler Gäste aus Nah und Fern wurde Bischof Goebel vom Bischof von Trier auf dem Klosterfriedhof beerdigt. Bischof Reinhard Marx sprach am Grab: „Ein Weg des Lebens ist zu Ende gegangen. Die Liebe, die in uns lebt, möge fortdauern.“
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