|
Bischof Gerhard Goebel MSF ist gestorben
Unser Mitbruder Gerhard Goebel MSF, der Bischof von Tromsö, Nord-Norwegen, ist am 04. November 2006 in Kirchen (Siegerland) unerwartet verstorben. Er war zu einer ärztlichen Kontrolle in seine Heimat gereist. Bischof Goebel wurde am 01. Dezember 1933 in Scheuerfeld geboren. Im September 1954 trat er in Mühlbach in das Noviziat der Missionare von der Heiligen Familie ein und legte am 08. September 1955 seine Ordensgelübde ab. Die Priesterweihe empfing er im "Hunsrückdom" zu Ravengiersburg am 03. Juli 1960. Seit 1962 wirkte er als Seelsorger in Tromsö, Nord-Norwegen und in Hammerfest. Am 30. März 1979 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Tromsö ernannt und empfing durch den Papst persönlich in Rom die Bischofsweihe. Ein Höhepunkt in seiner Zeit als Bischof war im Jahr 1989 der Besuch des Papstes in Tromsö, in der nördlichsten Diözese der Welt, die sich etwa vom Polarkreis nördlicher Breite bis nach Spitzbergen hin erstreckt. Typisch für dieses Gebiet ist neben den extremen klimatischen Bedingungen die Diasporasituation. So war der Dienst unseres Mitbruders Bischof Goebel gekennzeichnet durch lange Reisen und ein gutes geschwisterliches Miteinander mit Christen anderer Konfessionen. Er war als Bischof ein Seelsorger, der in seiner menschenfreundlichen Art den Menschen nahe war. Er hatte klare und nüchtern-sachliche Vorstellungen, einen guten Blick für die Lebenswirklichkeit. Als Hirte im Auftrag Jesu Christi war er bemüht um Liebe, Gerechtigkeit und Erbarmen.
Sein Wahlspruch als Bischof lautete: "Iter para tutum" - "Sicher uns geleite". Unser Mitbruder Bischof Gerhard Goebel hat Gottes Schutz auf seiner großen Lebensreise erfahren.
Die Exequien wurden in der Pfarrkirche Betzdorf-Bruche, am Donnerstag, den 09. November 2006 um 13:30 Uhr gehalten. Anschließend wurde Bischof Goebel auf unserem Klosterfriedhof in Betzdorf-Bruche beigesetzt.
____________
"Ein Gang der Verbindungen schaffen soll ..."
Die beiden Häuser des Klosters in Betzdorf-Bruche wurden jetzt durch einen Gang miteinander verbunden. Die Mitbrüder dort können nun bei Wind und Wetter sicher und trocken von einem Haus zum anderen gelangen. Der Gang, der am 29.September 2006 eingeweiht wurde, soll aber auch zum Verweilen und Meditieren einladen. Daher wurde er architektonisch wie das Stück eines Kreuzgangs angelegt und die Fenster wurden künstlerisch gestaltet.
Der Verbindungsgang soll ein "Weg des Lebens" sein, so formuliert es des Künstler Uwe Fossemer aus Itzstedt bei Hamburg. Er hat sich intensiv mit dem Auftrag der Kongregation der Missionare von der Hl. Familien befasst. Vor diesem Hintergrund hat Uwe Fossemer die Situation der Deutschen Ordensprovinz biblisch gedeutet. So kann jeder Betrachter sein eigenes Leben und Arbeiten geistlich bedenken, die eigenen Grenzen erkennen und annehmen und Gott immer den Größeren sein lassen. In faszinierender Liebe zum Detail hat der Künstler eindrücklich die Unendlichkeit Gottes und der Welt auf einem Stück Glas dargestellt, welches nicht größer ist als eine Handfläche.
Für die Mitbrüder im Kloster Betzdorf ist der Gang ein Ort zum Verweilen geworden. Damit sieht der Künstler seine Arbeit gewürdigt: Im Gang des Lebens innenhalten, verweilen und im Vorrübergehen Gottes Kraft spüren.
(Weitere Bilder und Texte dazu folgen)
|
|
weiter …
|